Vielen Dank für die zahlreichen E-Mails, Kommentare, die Videobotschaft und das Bilderrätsel. So fühlten wir uns nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Denn ansonsten bestanden unsere erste Tage nur aus Füttern, Windeln, Beruhigen, Herumtragen und Staunen!
Nun ist es schon fast, als ob Mika immer zu uns gehörte. Der kleine Mann entwickelt sich prächtig. Und die stolzen Eltern freuten sich über das erste Pipi in der Windel genauso wie über die ersehnten Schlafphasen, die uns etwas Erholung bringen. Ja, so schnell wird aus ganz normalen, vielseitig interessierten Menschen ein auf 3,5 Kilo fixiertes Elternpaar.
Die ersten drei Tage im Krankenhaus waren noch sehr entspannt. Eigentlich hörten wir ständig um uns herum Kindergeschrei. Nur Mika blieb ruhig und ausgeglichen. Also verließen wir diesen Ort am Dienstag Nachmittag mit einem verschmitzten Lächeln. Wir hatten wohl ein besonders artiges Baby!

Zu Hause angekommen fingen allerdings schon die Probleme an. Unser Mika wollte einfach nicht mehr aufwachen. Eigentlich melden sich Neugeborene spätestens nach vier Stunden, weil ihr Magen gerade mal 25 ml Nahrung aufnehmen kann. Doch unser Mika schlief mittlerweile schon ganze sechs Stunden und wollte auch nach Streicheln, Armgymnastik und lautem Ansprechen nicht aufwachen. Das Internet lieferte nur Informationen über Einschlaftechniken. Aufwecken schien ein unbekanntes Phänomen! Also riefen wir unsere Hebamme an. Sie konnte uns kaum glauben, hatte allerdings die gute Idee unseren Sohn nackt auszuziehen. Nun war er endlich wach! Kurze Zeit später suchten wir übrigens wieder die Internetseiten, wie man Babys zum Einschlafen bringt!

Die letzten zwei Wochen waren voll mit Premieren. Das erste Mal mit dem Kinderwagen fahren, das erste Mal baden, der erste Besuch usw. Mika hat klar die Hauptrolle bei uns übernommen. Besonders freuen wir uns über sein unbewusstes Grinsen oder seinen Blick, wenn ihm die Milch schon fast wieder zu den Ohren raus kommt. Auch seine Verwandten hat er in den Bann gezogen. Denn nun fragt keiner mehr, wie es uns geht - eigentlich fragen alle nur noch nach Mika!